Wie finde ich den ideal zu mir passenden Welpen? - Teil 5: Die optimalen Welpenaufzuchtbedingungen

Es ist so weit... Die Welpen wurden endlich zur Welt gebracht!

Interessant ist unter anderem, wie sich das Muttertier während und nach der Geburt verhält, da das schon Auswirkungen auf die kleinen Welpen hat.

In unserem Fall verlief die Geburt leider nicht problemlos, von 5 Welpen wurden 2 tot geboren, bzw. waren nicht ins Leben zu bringen, trotz versuchter Reanimation. :´-( Die anderen drei jedoch waren gesund und munter und wohlauf. Mutter Katana jedoch hatte so gar kein Interesse an ihrer Nachzucht, und zeigte regelrecht Ekel vor diesen krabbelnden, schreienden Dingern. Also hieß es die ersten Tage - stündlich anlegen an die Mutterbrust (das ließ sie sich zum Glück gefallen) und dann sauberputzen.

Zum Glück setzte nach einigen Tagen dann doch noch der Brutpflegeinstinkt ein und Katana kümmerte sich dann so halbwegs um die Kleinen. Somit hatten sie natürlich in den ersten Tagen sehr viel menschlichen Kontakt, sie wurden hochgenommen, festgehalten, geputzt, Krallen geschnitten etc. Das wird uns später zu Gute kommen, da sie den Menschen von Anfang an gewöhnt sind und nur positive Assoziationen mit uns haben.

Nun kam es, dass Katana in der zweiten Woche zu wenig Milch produzierte. Eine Zufütterung von Welpenmilch mittels Babyflasche war leider nicht möglich, da sich die kleinen Welpen vehement dagegen wehrten und die Milch sofort wieder ausspuckten. :( Allerdings hatten sie in der ersten Woche durch das stündliche Anlegen und der geringen Anzahl an Welpen sehr gut zugenommen (Verdopplung des Geburtsgewichts nach 6 Tagen) und sie lagen immer noch im Idealmaß, obwohl sie pro Tag nur noch um die 20 gr (statt 100 gr !) zunahmen. Zum Glück brachte die Zufütterung von Katana mit Joghurt, Quark und Fett in der 3. Woche wieder ausreichend Milch und die Zufütterung brachte das Übrige. Mittlerweile sind sie alle 3 wohlgenährt und zufrieden.

 

Aufgrund der ganzen Umstände wollte ich den Welpen in den ersten Wochen nicht noch mehr Stress antun, sprich Welpentests, Bioresonanztest und Frühförderung nach amerikanischem Vorbild mussten leider ausfallen.

 

Allerdings gestalte ich die Aufzuchtbedingungen so optimal wie ich kann. Das heißt wechselnde Reize durch andere Untergründe (Gummi, Kunststoff-Planen, Teppich, Vlies...), neues bzw. anderes Spielzeug, andere Einstreu (Sägespäne... Holzschnitzel... Inkontinenzmatten...) und tägliche Abwechslung bei den Eroberungen draußen im Garten sorgen dafür, dass nie Langeweile aufkommt, sondern die Welpen alle möglichen Erfahrungen machen, vor allem positive oder neutrale. Sie kennen mittlerweile die anderen Hunde, die Katzen, Kinder, ältere Leute, Männer, Frauen, unsere Nachbarn :) etc. Besucher sind immer willkommen zum Welpen-bespaßen.

Je mehr Reize die Kleinen kennenlernen und als ungefährlich abtun, umso besser kommen sie im späteren Leben damit klar. Somit sind die Aufzuchtbedingungen mit das Wichtigste im Leben eines jeden Hundes. Fehler, die man hier macht oder schlechte Erfahrungen sind in Zukunft nur ganz schwer wieder gut zu machen, und 100% ig klappt das NIEMALS. Deshalb muss man genau drauf achten, dass die Welpen zwar gefördert, aber nicht überfordert werden, denn auch zu viel Stress und Überlastung ist schädlich.

Aber natürlich gehört Stress im Leben dazu, deshalb müssen die Kleinen auch lernen, dass nicht immer alles nach ihren Köpfen geht. Mutti leistet da sehr gute Arbeit, indem sie mit einem Spielzeug vor den Augen der Welpen spielt und das Bedürfnis weckt, dass sie das auch haben wollen. Aber sie sorgt dafür, dass sie es nicht bekommen. Gleichzeitig lernen die Welpen die Körpersprache kennen und wissen nun, dass nach Steif werden und knurren ein unangenehmer Schnauzgriff erfolgt - Mama ist da nicht zimperlich. Und so üben sich die Kleinen schon in Frustrationstoleranz. Gegenseitig bringen sie sich die Beisshemmung bei und wie es aussieht, wenn der Bruder nur spielen will oder wenn er mal wieder auf Krawall gebürstet ist und stänkern will. Deshalb ist es auch so wichtig, dass es mindestens 2 Welpen sind, damit sie das Sozialverhalten untereinander lernen. Einzelwelpen haben es da sehr viel schwerer, und man sollte überlegen ob man diese nicht zu einem anderen gleichaltrigen Wurf hinzugibt, wenn die Ammenmutter das mitmacht. Für die wichtigsten Lernerfahrungen im Leben eines Hundes wäre es sehr wichtig, dass er weiteren Sozialkontakt hat, neben seiner Mutter.

 

Wir haben mit 5,5 Wochen vor ein paar Tagen auch schon mal einen ersten kleinen Ausflug über die Straße zu den Nachbarn gemacht - das war aufregend für die Welpen! Und sie haben gelernt, dass die Welt noch viel größer ist als unser Garten :D

 

Und wie sieht es denn nun aus- wer ist mein Favorit, wer bleibt??

Zur Auswahl stehen 2 Hündinnen - "Asja" und "Arisaki" (die Namen stehen schon fest, aber wer wie heißt noch nicht endgültig. Und dann gibt es da auch noch den dicken Rüden "Ares", der sich ganz toll zeigt....

Lest im nächsten Artikel, wer momentan auf dem Favoritenplatz steht und warum.

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Steffis Hundeschule [-cartcount]