Leinenführigkeit - Teil 3: Der Trainingsansatz
Thema: Leinenführigkeit - Teil 3: Der Trainingsansatz
Wie bekommt man es denn nun hin, dass der Hund so läuft wie in Teil 2 und eben nicht (mehr) wie in dem Horrorszenario in Teil 1?
 
Der Schlüssel dafür ist eine einfache Grenzsetzung. Der Hund muss lernen, eine von uns festgesetzte Grenze nicht zu überschreiten, nur nach unserer Aufforderung darf er das.
 
Diese Grenze ist variabel einsetzbar, man kann sie an Türschwellen setzen, oder in gewissen Bereichen im Haus oder im Garten, man kann die Decke begrenzen und eben auch die Position bei Fuß, in der der Hund laufen soll.
Überschreitet der Hund nun diese Grenze, bringen wir ihn mittels Körpersprache und Energie zurück hinter diese Grenze.
Und das machen wir konsequent, d.h. JEDES Mal wenn er sie überschreitet nachdem wir die Grenze festgelegt haben. Und vor allem auch PINGELIG genau. Das heißt, auch wenn nur eine Pfote 2 cm auf oder über der Grenze steht, gehen wir hin und bringen den Hund zurück hinter die Grenze. Machen wir das nicht und sagen nur, ach es ist ja nur eine Pfotenspitze … dann testen die allermeisten Hunde aus, wie weit sie gehen können. Und dann wird aus einer Pfote zwei… und dann etwas Brust… und dann der Bauch… und dann steht der Hund schließlich komplett vor der Grenze, nur die Rutenspitze ist noch dahinter… ala „mein Körper soll hinter der Grenze bleiben – meine Rute ist ein Stück Körper von mir, mein Herrchen/Frauchen hat nie gesagt, dass ich komplett dahinter bleiben soll…“ – und Recht hat der Hund! Deshalb sind wir da von Anfang an pingelig und ganz genau, wenn es um die Einhaltung der gesetzten Grenzen geht.
 
Eine gute Vorübung für das zurückschicken über die Grenze ist das Rückwärtsgehen. Dazu braucht man nichtmal ein Kommando. Es reicht aus, wenn der Hund zurückweicht, wenn wir auf ihn zugehen bzw dicht an ihm dran sind und DIREKT durch ihn „hindurch“ gehen. Das kann man also wunderbar zuhause üben, wenn der Hund gerade im Weg steht oder liegt – man geht jetzt also nicht mehr drumrum sondern direkt durch den Hund durch (nicht treten oder ähnliches!!!). Nur genau den Raum einnehmen, wo der Hund gerade ist. Man will jetzt genau da hin, wo er gerade ist, also soll er weggehen. Das ist das Ziel. Von Vorteil ist es wenn man dazu ein Geräusch, zB „Kscht“ macht. Der Hund lernt also, auf dieses Signal vom Menschen wegzuweichen. Er muss dazu nicht unbedingt rückwärts gehen, er kann sich auch rumdrehen und gehen. Hauptsache er geht uns aus dem Weg.
 
Diese Vorarbeit macht man zuhause, man bringt dem Hund bei, zu weichen, man setzt Grenzen und lässt den Hund dann körperlich zurück hinter die Grenze weichen. Später setzt man diese Grenze dann an der Haustür und beim dann beim Fußlaufen.
 
Diese Grenzen im Haus müssen nicht immer bestehen. Man kann sie variieren, allerdings ist es für den Hund einfacher zu verstehen, wenn sie immer in etwa gleich sind. Gut geeignet sind dafür auch optische Grenzen, zB Türschwellen oder Bodenveränderungen oder Kanten/Ecken von Möbeln oder Wänden.
 
Mit diesem Training kann man jederzeit beginnen, egal wie alt der Hund ist. Bei Welpen eignet sich das Training auch sehr gut, damit der Hund lernt, zB auf seiner Decke zu bleiben, oder bestimmte Räume nicht zu betreten. Man muss nur schnell und konsequent genug sein ;)
 
Wenn du Hilfe oder Unterstützung brauchst, für die Grenzsetzung und / oder für die Leinenführigkeit, dann zögere nicht, dich bei mir zu melden, lass uns einfach ganz unverbindlich telefonieren und dann finden wir eine Lösung, sodass auch du und dein Hund in Zukunft Spaziergänge wieder genießen könnt!
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